von Hildo Grabmann

Heute um 12 Uhr genau vor 50 Jahren startete Ford und BP / Frankreich den bisher spektakulärsten Langstrecken-Weltrekord mit einem serienmäßigen Ford Taunus 12M P4

Unternehmen MISTRAL 300 000

1010295_506416772764686_2105120547_nAuf der ehemaligen Rennstrecke von Miramas in Südfrankreich legte 1963 ein serienmäßiger Ford Taunus 12 M P4 unter amtlicher Überwachung durch den Internationalen Automobilsportverband (FIA) in 117 Tagen 300 000 Km zurück. Er brach damit 108 Weltrekorde und internationale Bestleistungen. Ende November 1963 erreichte der gleiche Wagen sein zweites Ziel: 356 430 Km , das entspricht der mittleren Entfernung von der Erde zum Mond, dies ergab weitere 37 Weltrekorde und internationale Bestleistungen.
Der mit einem 1,2 l V4 Motor ausgestattete Wagen verbesserte die 1933 von einem Spezialfahrzeug für die Gesamtdistanz erzielte Durchschnittsgeschwindigkeit von 93 auf 106,49 Km/h. Der Kraftstoffverbrauch betrug 8,28 l/100 Km. Das Motoröl wurde durchschnittlich alle 18 750 Km gewechselt.

Das Auto

Die Regeln für eine solche Rekordfahrt verlangen, dass der Wagen sämtliches während der langen Rekordfahrt benötigte Werkzeug und die für die Instandhaltung gebrauchten Teile an Bord führen muss. Lediglich Kraftstoff, Öl und Reifen durften in einem Depot bereitgehalten werden. Reparaturen waren nur mit Bordmitteln möglich. Vor Beginn der Rekordfahrt wurde der Ballast im Gesamtgewicht einer Wagenbesatzung mit vier Personen Stück für Stück geprüft, markiert und anschließend im Koffer– und Innenraum verstaut.

Das Team

Die Mannschaft der Rekordfahrt bestand aus sechs Fahrern, sechs erfahrenen Mechanikern, vier Fahrtleiter und dem „Chef d‘Equipe“ Jean Pelletier, dem Leiter der technischen Abteilung von BP in Frankreich. Fünf Fahrer lösten sich alle drei Stunden ab, der sechste Stand als Reserve zur Verfügung. Daneben löste sich genauso im Turnus ein Stab von amtlichen Beobachtern und Zeitnehmern der FIA ab.

Der Kurs

Die alte Rennstrecke von Miramas, nordwestlich von Marseille, wurde seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt. Sie hatte in den dreißiger Jahren ihre große Zeit. Eine Runde ist 5, 014 Km lang. Heute ist das Oval Bestandteil des BMW Versuchsgeländes.

Die Rekordfahrt

Sie begann am 10. Juli 1963 und dauerte offiziell 117 Tage, bis die 56 687 Runden bzw. 300 000 Km gefahren waren. Als dieses Ziel erreicht war, wurde das Auto nicht angehalten. Es setzte seine Fahrt fort: nächstes Ziel war die Entfernung Erde — Mond. In der 111 Nacht ist der Fahrer eingeschlafen, der P4 hat sich zweimal überschlagen, die Mechaniker haben anschließend in 11 Stunden den Rekordwagen nur mit Teilen und Werkzeugen die an Bord waren wieder hergerichtet. In diesem Zustand ist der P4 die verbleibenden 31 Tage weiter auf Rekordjagd gegangen und in genau dem gleichen Zustand existiert er auch heute noch.

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Den Weltrekordwagen gibt es also noch, er wurde 2008 erstmals nach ca. 45 Jahren in Deutschland auf dem Alt Ford Freunde Stand der VETERAMA gezeigt und vergangenes Jahr war er der Star beim Internationalen P4 Treffen in Weiterstadt.

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Über diesen Weltrekord habe ich eine 64-seitige Broschüre DIN A4 mit tollen Hintergrundinformationen und vielen Bildern zusammengestellt, die bei mir für 8,00 Euro erworben werden kann.

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Ebenso habe ich den Weltrekord-Aufkleber für die Heckscheibe überarbeiten und nachfertigen lassen, der kostet 4,00 Euro und die Weltrekord DVD Operation Mistral Miramas von 1963 kostet 13,00 €, zzgl. reine Versandkosten.
Order über typreferent@taunus-p4.eu

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